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KMU-Magazin Blog

Wirtschaftsfeindliche Wirrköpfe?

Michael Sommer

07.12.16
Mit ihren Vorstössen zur Abschaffung des Kapitalismus und nun auch des Privateigentums liebäugelt die SP mit der Isolation und erlaubt die Frage nach ihrer Wirtschaftsfeindlichkeit.

Nur mit Mühe hat die SP-Spitze auf ihrem Thuner Parteitag einen Antrag auf Abschaffung des Privateigentums abwehren können. Natürlich könnte man ein solches Ansinnen einfach als Spinnerei sozialistischer Wirrköpfe abtun. So einfach ist das aber nicht. Denn diese Ideologie ist in der Partei wohl mehrheitsfähig. Nachdem die SP die Überwindung des Kapitalismus fest im Parteiprogramm verankert hat, der EU-Beitritt ihr strategisches Ziel ist und sie ihre Selbstverwirklichung in Lohnkontrolle und Frauenquote sucht, dürfte der Weg der Genossen zur Radikalisierung vorgezeichnet sein.

Ohne Zweifel sind die Auswüchse des Kapitalismus zu beklagen und auch möglichst zu eliminieren. Doch letztlich ist es die soziale Marktwirtschaft, die Innovation und Wohlstand gebracht hat. Und zu den grössten Profiteuren gehören sicher auch und vor allem diejenigen, deren Einkommen staatlich alimentiert sind. Gerade die vielen SP'ler in Behördendiensten sollten die Weihnachtszeit einmal dafür nutzen, sich auf den Umstand zu besinnen, dass auch sie von einer funktionierenden Wirtschaft abhängen. Denn, wie die Realität gezeigt hat, macht Ideologie nicht satt. Sozialistische und kommunistische Systeme haben das trefflich bewiesen.