Die Wissensplattform für erfolgreiche Unternehmer und Top-Manager
KMU-Magazin Blog

Wenig überzeugend

Michael Sommer

23.09.16
Die TTIP-Verhandlungen geraten ins Stocken. Aus gutem Grund.

Auch drei Jahre nach Beginn der TTIP-Verhandlungen ist deren Ausgang ungewiss. Je intensiver die Befürworter ihre Argumentation für wirtschaftliche Chancen und Wohlstand in die Waagschale werfen, desto angestrengter formieren sich die Gegner. Ohne Zweifel gibt es vertretbare Gründe auf beiden Seiten. Die allerdings wiederholen sich in einer kommunikativen Endlosschleife, so dass der ohnehin sehr spärliche Informationsgehalt gering bleibt. Da mittlerweile sogar der deutsche Wirtschaftsminister die Verhandlungen für gescheitert erklärt und lieber in das Ceta-Handelsabkommen zwischen EU und Kanada flüchtet, kann jedoch angenommen werden, dass TTIP im aktuellen Format nicht durchkommt. Das hat entweder wahltaktische Ursachen oder aber Ceta soll nur als Türöffner dienen, um zu einem späteren Zeitpunkt TTIP nachzuziehen. Natürlich sind Freihandelsabkommen grundsätzlich zu begrüssen. Gegen TTIP sprechen jedoch mindestens drei Gründe: völlige Intransparenz, folgenschwere, nicht wirklich - zumindest seitens der EU - zu Ende gedachte Rahmenabkommen sowie ein hohes Diskriminierungsrisiko für die Schweizer Wirtschaft.