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Interviews
Interview mit Heinrich Villiger

«Ich war der klassische Patriarch – mit allen Vor- und Nachteilen»

Michael Sommer (Autor), Heinrich Villiger

01.07.13 - 08:00

Heinrich Villiger, Verwaltungsratspräsident und Alleininhaber der Villiger Söhne Holding AG, über die Schwierigkeit einer Unternehmensnachfolge, den Kampf der Anti-Raucherlobby und die Entwicklung der Tabakindustrie.

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Porträt

Heinrich Villiger

Verwaltungsratspräsident und Inhaber

Heinrich Villiger wurde am 30. Mai 1930 in Menziken/AG geboren. Nach der Handelsmatura erlernte er in diversen Ländern Mittelamerikas und Europas die Kunst der Tabakerzeugung und -verarbeitung. 1954 wurde er Teilhaber der Villiger-Unternehmen in der Schweiz und in Deutschland und sass fortan sowohl im Verwaltungsrat wie in der Geschäftsführung der Villiger Söhne AG (Schweiz). Als 1966 Vater Max Villiger verstarb, trat Bruder Kaspar Villiger in das Unternehmen ein, wobei beide Brüder zu jeweils 50 Prozent am Gesamtunternehmen beteiligt waren. Mit der Wahl Kaspar Villigers in den Bundesrat im Jahr 1989 übernahm Heinrich Villiger die 50-Prozent-Beteiligung des Bruders. Der 83-jährige Unternehmer ist heute Verwaltungsratspräsident des in der Schweiz, Deutschland, Frankreich, in den USA und Indonesien domizilierten Unternehmens. Heinrich Villiger ist verheiratet, hat drei Töchter und einen Sohn. In seiner Freizeit widmet er sich der Jagd, dem Biken und Motorradfahren.

Die 1888 gegründete Villiger-Gruppe ist ein Schweizer Familienunternehmen in der vierten Generation, welches international im Tabakgeschäft tätig ist. Die Gruppe beschäftigt weltweit rund 1400 Mitarbeiter und erzielte 2012 einen Jahresumsatz von rund 220 Millionen Franken. Der Absatz belief sich auf 1,5 Milliarden Zigarren und Zigarillos. Die Schweizer Produktion ist in Pfeffikon/LU. Die deutschen Herstellungsbetriebe befinden sich in Waldshut-Tiengen und in Bünde/Westfalen. Darüber hinaus werden in der indonesischen Freihandelszone Ngoro Tabakdeckblätter für die Produktion in Europa aufbereitet.