Die Wissensplattform für erfolgreiche Unternehmer und Top-Manager
ICT & Technik
ERP

Sieben Indikatoren für wirtschaftliches ERP

Marcus Martenstein (Autor)

01.07.12 - 15:45

Wie macht sich Enterprise Resource Planning (ERP) bezahlt? Was gilt es zu messen? Auch wenn die Ziele der Unternehmen unterschiedlich sind, so gelten doch grundlegende Kriterien für den Return-on-Investment (ROI) von ERP. Wichtig ist in jedem Fall, die strategischen Vorteile durch ERP quantifizieren zu können und dies auch zu wollen.

Tabs

Seite 4

Indikator 6:

Support für reibungslose Unternehmens­entwicklung

Unternehmen sollten daher potenzielle ERP-Anbieter genau zu ihren Supportleistungen hinterfragen. Nur dann ist sichergestellt, dass eine zeitnahe Betreuung und letztlich ein probater Return-on-Investment für ERP-Systeme realistisch ist – schliesslich fliesst der Support auch in die Berechnung der Gesamtbetriebskosten ein. Zudem machen sich Unternehmen oft nicht die Tragweite von Support klar. Es geht nicht nur um eine Sorgen-Hotline: Erfahrene Supporttechniker bieten Unterstützung dafür an, das System effizienter zu gestalten und die Arbeitsabläufe zu verbessern. Sie helfen dabei, Berichte und Wege zur Verbesserung der Unternehmensanalyse voranzutreiben, woraus ein kontinuierlicher Optimierungsprozess resultiert. Im Idealfall deckt der ERP-Support auch relevante Programme von Drittanbietern, Datenbanken und unterstützende Technologien ab.

Anwenderschulung

Die intuitive Bedienbarkeit einer Software sollte nicht dazu führen, weniger Wert auf die Anwenderschulung zu legen. Sonst können die Anwender die Zusammenhänge neuer Prozesse kaum verstehen und das Potenzial des ERP-Systems nicht erkennen – sie bleiben dann im Alltag an der komfortablen Oberfläche und verpassen die Chance, von Verbesserungen spürbar zu profitieren.

Indikator 7:

Praxisorientierte Anwenderschulung

Wichtig ist zudem, die Schulungen im Rahmen der täglichen Arbeit durchzuführen mit detaillierten ERP-Usermanuals, die spezifisch auf die Aufgaben einzelner Abteilungen wie Einkauf, Produktion oder Finanzwesen zugeschnitten sind. Um Frustrationen zu vermeiden und die Akzeptanz des ERP-Systems von Beginn an hoch zu halten, sollten die Anzahl der zu schulenden Mitarbeiter und der Zeitrahmen für die Schulung nicht zu knapp gehalten werden. Unterschiedliche Angebote wie Präsenztraining, E-Learning und On-Demand-Hilfen sorgen dafür, dass Anwender gezielt die individuell erforderliche Unterstützung erhalten. Denn wird ein ERP-System umgangen oder nicht umfassend genutzt, kann auch die beste Implementierung nicht zu den geplanten Optimierungen führen.

Fazit

Der ROI eines ERP-Systems ist nur zum Teil eine Frage der Software-Kosten. Entscheidend für ein Unternehmen ist, ERP als strategisches Mittel der Unternehmensentwicklung einzusetzen und als solches auch quantitativ zu messen. Dies fördert nicht nur den ROI eines ERP, sondern auch den Erfolg im Wettbewerb.

Porträt

Marcus Martenstein (Autor)

Director Strategic Accounts Europe