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Forschung & Entwicklung
Management-Tools Teil 1

SWOT-Mapping: Von der SWOT-Analyse zum Change Management

Jacques Hefti (Autor), Dr. Heike Rawitzer (Autor)

01.01.13 - 08:00

Obwohl die SWOT-Analyse aus dem Geschäftsalltag kaum mehr wegzudenken ist, wird sie zu wenig auch für die strategische Umsetzung eingesetzt. Wie das Potenzial des meistverwendeten Business-Tools mittels SWOT-Mapping in drei Schritten effektiver genutzt werden kann, zeigt dieser Beitrag.

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Schritt 3.3: Vertiefte Analyse dessen, was am Entstehen ist

SWOT-Mapping gibt auch Hinweise auf sich anbahnende Entwicklungen, die sich in strategischen Fragestellungen zeigen (siehe Abbildung 5, rosa hinterlegter Bereich):

Was passiert eigentlich rund ums Unternehmen, beispielsweise in der relevanten Branche? Wo sind Wachstumsmärkte? Wie intensiv wird der Wettbewerb innerhalb der Branche geführt? Sind Tendenzen zur Auflösung von Branchengrenzen erkennbar? Ändern sich regulatorische Rahmenbedingungen? Wie können verändernde Kundenpräferenzen frühzeitig erkannt und für das eigene Unternehmen positiv beeinflusst werden? Wie entwickelt sich die Konkurrenz und wie ist deren Reaktionsprofil im Wettbewerb? Solche und ähnliche Fragen helfen, die sich abzeichnenden Entwicklungen im Umfeld genauer zu analysieren und die notwendigen Schlüsse für die Strategieentwicklung zu ziehen. Für viele dieser Fragestellungen stehen übrigens einfache Tools zur Verfügung. Beispielsweise die Analyse von Reak­tionsprofilen wichtiger Konkurrenten kann auf Basis der Spieltheorie mithilfe von einfachen Excel-Sheets durchgeführt werden.

Fazit

SWOT-Mapping ermöglicht die Transformation von der SWOT-Analyse zum Change Management

Die um Aktionsorientierung und visualisierte Zusammenhänge erweiterte SWOT-Analyse ermöglicht es auf einfache Weise, die Analyse-Ergebnisse zu operationalisieren, sie einfach und verständlich zu visualisieren, um danach konkrete Aufträge und Massnahmenpakete daraus abzuleiten.

Die visuelle Darstellung hilft den Verantwortlichen, den Mitarbeitenden das Verständnis für komplexe Zusammenhänge näher zu bringen und damit die Unterstützung und Umsetzungswahrscheinlichkeit eines Projektes oder einer Strategie deutlich zu erhöhen.

1. Führen Sie «SWOT-Mapping», also die kartenartige Darstellung von kausalen Zusammenhängen der Ergebnisse aus der SWOT-Analyse als zwingendes Element ein, und machen Sie es zu einer Bedingung für jeden Report, in welchem eine SWOT-Analyse präsentiert wird.

2. Formulieren Sie für Anträge, Projekte und Strategien immer konkrete Ziele, welche als Leitstrahl dienen, und beurteilen Sie die Ergebnisse aus dem SWOT-Mapping mit den Zielvorgaben.

3. Benutzen Sie SWOT-Mapping auch, um die SWOT-Analyse mit Wettbewerbsvorteilen zu erweitern.

4. Nutzen Sie ein einfaches Decision Support System, welches Sie sowohl methodisch als auch bei der Visualisierung unterstützt. «

Porträt

Jacques Hefti (Autor)

Dozent für Strategisches Management und Entrepreneurship

Jacques Hefti ist Dozent für Strategisches Management und Entrepreneurship an der ZHAW School of Management and Law.

Für Interessierte führen die Autoren auch kundenspezifische Marketing und Strategie-Workshops im Rahmen der ZSO-Toolbox durch, in welchen zusätzlich zu klassischer Strategiebegleitung auf Wunsch auch der Transfer von Methodenwissen wie bspw. «Causal Mapping», «Balanced Scorecard», etc. sowie Führungskräftet­rainings mit Fokus Diversity vermittelt werden.

Dr. Heike Rawitzer (Autor)

Dozentin

Heike Rawitzer ist Dozentin für Marketing und Strategie sowie Studienleiterin des MAS Business Administration an der ZHAW School of Management and Law in Winterthur. Sie verfügt über 14 Jahre Management-Erfahrung in KMU und börsenkotierten Unternehmen. Heike Rawitzer doziert seit bald 20 Jahren auf Hochschulniveau und ist Autorin mehrerer Fachpublikationen.

Serie

Die Teile der Serie «Management-Tools» erscheinen wie folgt: