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Forschung & Entwicklung
Innovationsmanagement

Flexibles Denken und Handeln durch «Open Innovation»

Prof. Dr. Christine Larbig (Autor), Sabrina Wyss (Autor), Prof. Pierre-Yves Kocher (Autor)

21.09.16 - 11:45

Open Innovation gilt als vielversprechende Form des Innovationsmanagements. Sie stellt die Erhöhung der Entwicklungsgeschwindigkeit und neue Wachstumschancen für innovative Unternehmen – gerade auch KMU – in Aussicht. Obgleich Open Innovation auf Interesse stösst, besteht für die konkrete Umsetzung in Unternehmen noch Klärungsbedarf.

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Durch einen innovationsfördernden Führungsstil, kreative Spielräume oder auch den Aufbau von Lernkompetenzen in Workshops kann eine Kultur geschaffen werden, welche eine erfolgreiche Implementierung von Open Innovation erlaubt. Zudem wird der Wissenszuwachs vom Grad der Kontrolle, den das innovierende Unternehmen im Innovationsprozess ausübt, beeinflusst: Starre Regelungen zum geistigen Eigentum oder eng formulierte strategische Vorgaben zu den Innovationspfaden verringern die Bereitschaft der Mitarbeitenden, ihr Wissen zu teilen. Eine Unternehmenskultur, die offen ist für die Umwelt, andere Ideen oder neue Wissensinhalte integrieren kann, ist keine Selbstverständlichkeit, sondern muss aktiv gefördert werden.

Open Innovation ist kein klar umrissenes «Managementtool». Es ist vielmehr die Basis für ein Bündel von Möglichkeiten zur gezielten Öffnung in verschiedenen Bereichen, die sich allen Unternehmen bieten. Für die Umsetzung einer Open-Innovation-Strategie ist es notwendig abzuwägen, welche Form der Öffnung, umsetzbar und nutzbringend sein wird. Diese Entscheidungen müssen immer aufs Neue unter Berücksichtigung eines sich stetig ändernden Unternehmensumfelds diskutiert, abgewogen und gefällt werden. Damit Open Innovation jedoch nicht auf der strategischen Ebene stehen bleibt, sind entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Diffusion des neuen Wissens erlauben. Erst dann kann es seine Versprechen einlösen.

Porträt

Prof. Dr. Christine Larbig (Autor)

Dozentin

Prof. Dr. Christine Larbig ist seit 2008 am Institut für Betriebs- und Regionalökonomie IBR der Hochschule Luzern in Forschungsprojekten zur Dienstleistungsinnovation sowie als Dozentin für Marketing tätig. 2010 absolvierte sie erfolgreich das Doktorenprogramm an der City University Cass Business School in London (UK). Sie ist Mitbegründerin des Interspin Crea­lab, einem Spin-off der Hochschule Luzern, dessen Zielsetzung es ist, Organisationen dabei zu unterstützen, das Kreativitätspotenzial von Menschen zu nutzen.

Sabrina Wyss (Autor)

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Sabrina Wyss arbeitet seit 2013 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Betriebs- und Regionalökonomie IBR der Hochschule Luzern. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen organisationale Entscheidungen, Führung und Veränderungsmanagement. Sabrina Wyss hat ihr Studium an der Universität Luzern mit dem Master of Arts in Soziologie abgeschlossen und erforschte im Rahmen ihrer Masterarbeit die Bedeutung von Emotionalität in schulischen Entscheidungen.

Prof. Pierre-Yves Kocher (Autor)

Dozent und Projektleiter

Prof. Pierre-Yves Kocher arbeitet seit 2007 als Dozent und Projektleiter am Institut für Betriebs- und Regionalökonomie IBR der Hochschule Luzern. Seine Schwerpunkte in der Forschung und Lehre liegen in den Bereichen Innovationsmanagement, Open Innovation und Unternehmenskultur. Er ist Experte in der qualitativen Markt- und Sozialforschung sowie Action Research. Seit 2011 ist er Inhaber und Geschäftsführer der PYYK GmbH.